Udaipur und Pushkar

21 11 2013

Die letzten 4 Tage haben wir zuerst in Udaipur und dann in Pushkar verbracht.
Udaipur ist eine sehr schöne, saubere Stadt. Sie ist direkt an einem See gelegen und hatte viele kleine Gassen mit Geschäften. Es ist die erste Stadt, die nicht ganz so hektisch und laut ist.
Wir haben in Udaipur nicht soviel gemacht. Ich war am ersten Tag bei einer indischen Show abends und am nächsten Tag nur ein bisschen Shoppen. Ich habe hier sogar ein deutsches Café gefunden… und da habe ich nach 2 Wochen mein erstes Nutellatoast gegessen:D!!! Es ist wirklich schön sich einfach mal in ein Cafè zu setzen, ist hier sonst so gut wie nicht möglich. Essen wird hier meistens direkt am Strassenrand verkauft oder man muss in ein Restaurant gehen.
Nachmittags habe ich noch eine Bootstour gemacht. In Udaipur wurde der Film Octupussy von James Bond gedreht und natürlich habe ich mir das Schloss im See angeschaut;).

Im Moment bin ich noch in Pushkar. Pushkar ist eine heilige Stadt und es gibt hier kein Alkohol und kein Fleisch. Es ist ein ganz kleiner Ort und fast noch ein bisschen schöner als Udaipur. In der Stadtmitte gibt es einen heiligen See und aussenrum sind die Häuser und Geschäfte. Gestern haben wir uns nur den Sonnenuntergang angesehen und waren danach noch essen. Heute morgen bin ich dann mit noch 3 Mädels (freiwillig!) um 5h morgens augestanden und wir sind 3 km zu einem Berg gelaufen und dann noch 700 Stufen hoch um den Sonnenaufgang zu essen. Es war echt einfach nur traumhaft!!! Dort oben gab es einen kleinen Laden und wir konnten sogar noch Chaitee dabei trinken. Der ist hier so unglaublich lecker!
Danach waren wir nur noch frühstücken in einem Café (Nutellapancake, ich liebe diesen Ort) und den Rest des Tages hab ich im/am Pool verbracht.
Heute abend waren wir nur ein bisschen bummeln und haben was gegessen. Es gab Falafel…mal eine kleine Abwechslung zum indischen Essen.

Morgen geht es dann mit dem Bus weiter nach Jaipur. Ich bin so froh, dass wir den Bus nehmen. Die Zugfahrt gestern war der Horror. Wir waren alle total müde (mussten um 4h aufstehen) und haben wie die Hühner auf der Stange gesessen. Es gab einfach keine Möglichkeit ein Nickerchen zu halten, keine Ahnung wie die Inder das machen… Der Bus ist ein bisschen komfortabler, dafür gibts keine Klos und er ist rappelvoll;)

Indien ist wirklich ein sehr interessantes Land und umso länger ich hier bin destso besser gefällts mir… Es gibt eine unglaubliche leckere Küche (sogar ich bin mittlerweile schon zu einer Vegetarierin mutiert;)), die Menschen sind total nett und es ist unglaublich von was und wie sie leben.



Die ersten Tage der Rundreise

17 11 2013

Der zweite Tag in Indien war schon wesentlich besser, ich wusste jetzt genau mich auf der Strasse zukommt… Ich bin durch die halbe Stadt gelaufen um ins National Museum zu gehen (ja ich war freiwillig in einem Museum!!!) und später bin ich mit der Metro nach Old Delhi gefahren. Bevor man die Metro allerdings benutzen kann muss man einen Sicherheitscheck wie am Flughafen über sich ergehen lassen -.-…
Old Delhi gefällt mir besser, es zeigt die Ursprünge von Delhi und es sind nicht soviele Gauner unterwegs, die einem ständig was aufschwätzen wollen.

Am Montag bin ich dann in den Stadtteil Karol Bagh in das Hotel Perfect umgezogen, da dort meine Gruppenrundreise gestartet ist. An dem Tag waren wir nur ein bisschen bummeln und abends zusammen essen.

Am Dienstag haben wir dann noch eine Sightseeingtour durch Old Delhi gemacht und abends gings dann weiter in den nächsten Ort – nach Bikaner. Und damit ging die Abenteuerreise los;)
Wir haben Dienstag abend um 23.35h den Nachtzug (3. Klasse, wir nehmen nur Verkehrsmittel die auch die meisten Inder benutzen) nach Bikaner genommen. Wir hatten einen Schlafwagen, d.h in einem Abteil gab es 2x 3 Hochbetten auf jeder Seite und gegenüber nochmal 2 Betten….also insgesamt 8 Mann in einem Abteil. Ich hatte zwar einen Platz ganz oben, aber trotzdem konnte ich mich nicht ausstrecken (ich bin einfach zu gross;). Hinsetzten ging natürlich auch nicht, na ja also versucht man trotzdem irgendwie sein Lager aufzubauen. Schlafsack, Schlafmaske und Ohrstöpsel waren im dieser Nacht echt gold wert…
Morgens muss man dann innerhalb ein paar Minuten fertig sein um den Zug zu verlassen und das kann jederzeit sein. Man weiss leider nie genau wann sie ankommen. Alles in allem eine sehr interessante Erfahrung:).
Wir sind dann in ein Hotel gefahren, wo wir duschen und frühstücken konnten. Nach einer kurzen Pause dort ging es um 11h weiter. Wir sind in einen 30 Minuten entfernten Ort gefahren, um dort unsere Kamelsafari zu starten.
16 Kamele und 2 ‚camel cars‘ für unsere Daypacks. Camel cars sind einfach nur Kamele mit einem Anhänger auf dem man sitzen oder Sachen transportieren kann.
Wir sind ca 1h geritten bis wir unseren ersten und letzten Rastplatz erreicht hatten. Ein paar Inder haben direkt in der Wüste ein leckeres Mittagessen für uns zubereitet. Naan, verschiedene Currys, Reis und eine Banane als Nachtisch. Und dann ging es 2 weitere Stunden quer durch die Wüste zu unserem Zeltplatz. Ich sag euch Kamelreiten ist echt anstrengend, das geht ganz schön auf den Hintern;).
Abends haben wir dann noch einen wunderschönen Sonnenuntergang beobachtet und später mit Hilfe von 2 Kerzen ( es ist stockduster gewesen!!) unser Abendessen verzerrt.
Das Zeltdorf bestand aus 10 Zweierzelten zum Schlafen, einem Kochzelt und einem ‚Toilettenzelt‘. Um es anscheind ein bisschen ansprechender für uns zumachen stand eine richtige Toilette mitten in dem Zelt und das Rohr führte kurz hinters Zelt…als ‚Spülung‘ hat ein Eimer Wasser gedient:-). Jaaaa man macht hier einiges mit….!
Die Nacht im Zelt war eisig und ganz schön unbequem. Zwischendurch hab ich gedacht mein letztes Stündlein hat geschlagen und ich werde bestimmt erfriern sobald ich schlafe…
Morgens gabs ein kurzes Frühstück und dann ging es mit den camel cars zurück in die Stadt.

Nachmittags haben wir dann noch einen Ausflug zum ‚Red Temple‘ gemacht. Um hier in einen Tempel zu dürfen, muss man immer seine Schuhe ausziehen und sich vorher die Hände waschen. Hab ich natürlich gemacht und dann gings los. Nach den ersten paar Metern hab ich mich schon gewundert warum der Boden so dreckig ist. Man ist wie auf so kleinen Steimchen rumgelaufen. Und dann hab ich die ersten Ratten gesehen…einfach nur eklig! Na ja ich bin schnell dran vorbei, aber in dem Tempel waren ganz viele und dann kam raus, dass unser Guide auch den ‚Rat Temple‘ meinte….
Es hatte leider jeder falsch verstanden und so standen wir in einem Rattentempel…Ratten sind hier heilig.
Ich fands zu eklig und bin dann nur schnell wieder raus…

Am Freitag morgen sind wir dann um 5.45 los um mit einem Zug in den nächsten Ort Jaisalmer zu fahren. Dort waren wir 2 Tage und ich habe ein bisschen relaxt, Schlaf nachgeholt und mir das Fort in der Stadt angeschaut.

Heute morgen (Sonntag) sind wir dann schon um 4.30h los um einen öffentlichen Bus zu nehmen um in die nächste Stadt zu gelangen. Irgendwie hat unser Guide es geschafft, dass der Bus uns abholt bevor wir an die erste Haltestelle fahren:))). Ja deswegen habe ich auch einen Sitzplatz erwischt und kann gerade mal fleissig schreiben um euch up-to-date zu bringen;).
Es wäre gerade allerdings fast gescheitert, weil sie mich auf dem einzigten Stop der 6-8 stündigen Fahrt vergessen hätten. Wir haben keine 10 Minuten Pause gemacht, wie soll man es denn da aufs Klo schaffen?!… Na ja zum Glück haben die anderen aus der Gruppen gemerkt und sie haben nochmal angehalten…. Ich weiss sowas kann nur mir passieren, aber ich hab wirklich nicht getrödelt….:-)

Ansonsten geht’s mir gut. Ich geniesse mein Backpacker da sein…und fühle mich als wäre ich schon Wochen unterwegs. Wir unternehmen immer soviel, dass man kaum eine ruhige Minute hat. Die anderen aus der Gruppe sind total nett, wir sind alle so zw 20 und 30 Jahre alt.
Bis bald, Isabel



Delhi

9 11 2013

Samstag:

Ich bin heute morgen um 3.15am in Indien gelandet. Der erste Eindruck von Delhi war gar nicht so schlecht, aber sobald ich die Innenstadt erreicht hatte, änderte sich das ganz schnell. Mein Taxi hielt vor einer Reihe von verschachtelten, älteren Häusern. Und mein Hostel lag dann natürlich auch noch in einer verwinckelten Gasse, die zwischen den Häusern entlanglief. Der Rezeptionist schlief auf einer Matte auf dem Boden und ist nur kurz aufgestanden um mir den Schlüssel zu geben. Also in dem Moment hatte ich glaube ich den ersten Schock. Mein Zimmer war dann auch net besser…es gab immerhin ein westliches Klo und eine Kakerlake zur Begrüssung:)…

Den zweiten Schock habe ich dann vormittgs erlebt, als ich das erste Mal durch die Strassen gelaufen bin. Es ist unglaublich laut, überfüllt, es riecht nach ganz vielen unterschiedlichen Sachen und man wird ständig angeredet. Andere Touristen sieht man mal, aber nicht wirkliche viele…

Es ist einfach ganz, ganz anders als bei uns. Und um mich langsam daran zu gewöhnen habe ich mich heute mittag erstmal in ein Hotel umgebucht und geniesse jetzt mein luxeriöses Backpackerleben:)

Heute abend war ich in einem Restaurant essen, ist defintiv noch besser als in Deutschland. Eine andere Möglichkeit ist auf der Strasse was zu bekommen. Die Kocheinrichtung und die Zutaten stehen meistens vor den Lokalen auf den Bürgersteigen (ist noch ein bisschen gewöhnungsbedürftig;)) und es gibt frittierte Snacks oder ganze meals.

 

Ich habe im Moment nur ein paar Fotos mit dem Handy gemacht, aber ich hoffe man bekommt einen Eindruck:

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